E-Auto laden: Kosten, Lademöglichkeiten & Spartipps
Was kostet das Laden eines Elektroautos zu Hause und unterwegs?
Veröffentlicht am von THG Quotenportal Team
Alle Ladekosten im Überblick: Haushaltssteckdose, Wallbox, öffentliche Ladesäule und Schnelllader im Vergleich – inklusive konkreter Spartipps und THG-Prämie.
Was kostet das Laden eines E-Autos wirklich?
Was kostet eine Ladung wirklich? Diese Frage stellen sich fast alle, die über ein Elektroauto nachdenken oder schon eines fahren. Am Ende entscheiden drei Dinge über den Preis: der Verbrauch Ihres Fahrzeugs, der Strompreis und der Ort, an dem Sie laden. Wir gehen hier jede Lademöglichkeit durch, rechnen die Kosten pro 100 Kilometer realistisch vor und zeigen, wo sich konkret sparen lässt – inklusive der THG-Prämie, mit der Sie Ihre Kosten zusätzlich senken.
Das Wichtigste in Kürze
- Zu Hause laden: mit ca. 30–40 Cent/kWh die günstigste Option im Alltag
- Öffentlich AC/DC: 45–79 Cent/kWh, je nach Anbieter und Ladegeschwindigkeit
- Kosten pro 100 km: rund 6–7 Euro – etwa halb so viel wie ein Benziner
- THG-Prämie: senkt Ihre effektiven Ladekosten jedes Jahr zusätzlich
Die wichtigsten Lademöglichkeiten im Vergleich
Haushaltssteckdose
Eher Notlösung als Dauerbetrieb. Mit maximal 2,3 kW zieht sich eine Vollladung über viele Stunden, und die Hausinstallation wird dabei stark belastet.
Wallbox (AC)
Der Standard für zu Hause. Sie lädt schneller, sicherer und effizienter – und lässt sich mit günstigen Strom- oder PV-Tarifen kombinieren.
Öffentliche AC-Ladesäule
Praktisch, wenn das Auto ohnehin länger steht – beim Einkaufen oder während der Arbeit. Abgerechnet wird meist per Ladekarte oder App.
DC-Schnelllader (HPC)
Der Turbo für die Langstrecke: in 15–30 Minuten von 10 auf 80 %. Den Komfort zahlen Sie mit den höchsten Preisen pro Kilowattstunde.
So berechnen Sie Ihre Ladekosten
Die Rechnung dahinter ist denkbar simpel: Verbrauch (kWh/100 km) × Strompreis (€/kWh) = Kosten pro 100 km. Die meisten Elektroautos liegen zwischen 15 und 22 kWh auf 100 Kilometer. Daraus ergeben sich diese Beispielwerte:
Kosten pro 100 km bei 18 kWh Verbrauch
Tipp
5 Tipps, um beim Laden zu sparen
Zu Hause laden: Über Nacht an der eigenen Wallbox tanken Sie deutlich günstiger als unterwegs am öffentlichen Schnelllader.
Spezielle Autostrom-Tarife nutzen: Etliche Energieversorger haben eigene Tarife für E-Auto-Halter im Programm – teils mit dynamischen Nachtpreisen.
PV-Anlage kombinieren: Eigener Solarstrom kostet Sie kaum mehr als den Selbstkostenpreis und macht Sie unabhängig von schwankenden Strompreisen.
Ladekarten vergleichen: Je nach Roaming-Anbieter klaffen die kWh-Preise weit auseinander. Ein kurzer Vergleich vor der Fahrt spart oft bares Geld.
THG-Prämie kassieren: Holen Sie sich Jahr für Jahr die staatlich vorgesehene THG-Prämie für Ihr E-Auto – das drückt Ihre Gesamtkosten noch einmal spürbar.
Häufige Fragen zu den Ladekosten
Was kostet es, ein E-Auto einmal komplett zu laden?
Das entscheiden Akkukapazität und Strompreis. Ein E-Auto mit 60 kWh nutzbarer Kapazität kostet zu Hause bei rund 35 Cent/kWh etwa 21 Euro für eine Vollladung. An öffentlichen Schnellladern (50–70 Cent/kWh) sind es 30–42 Euro. Wer eigenen PV-Strom nutzt, lädt dagegen fast zum Nulltarif.
Ist Laden zu Hause günstiger als an der öffentlichen Ladesäule?
Meistens ja. Haushaltsstrom liegt aktuell bei rund 30–40 Cent/kWh, während öffentliche AC-Ladesäulen oft 45–60 Cent/kWh und DC-Schnelllader 55–79 Cent/kWh verlangen. Wer überwiegend zu Hause oder mit speziellem Autostrom-Tarif lädt, spart über das Jahr spürbar.
Wie viel kostet ein E-Auto auf 100 Kilometer?
Bei 18 kWh/100 km und 35 Cent/kWh landen Sie bei rund 6,30 Euro pro 100 km. Ein vergleichbarer Benziner mit 7 l/100 km kommt bei 1,80 Euro/Liter auf rund 12,60 Euro – also ungefähr das Doppelte.
Kann ich mit der THG-Prämie meine Ladekosten senken?
Ja. Als Halter eines reinen Elektrofahrzeugs bekommen Sie jedes Jahr die THG-Prämie für die eingesparten Treibhausgase. Sie drückt Ihre effektiven Ladekosten spürbar – ganz egal, wo und wie viel Sie laden.
Lohnt sich eine eigene Wallbox finanziell?
Für Vielfahrer fast immer. Eine Wallbox lädt schneller und effizienter als die Haushaltssteckdose und macht günstige Nacht- oder PV-Tarife überhaupt erst nutzbar. Über die Jahre holen Sie Anschaffung und Installation durch den niedrigeren Ladepreis wieder herein.
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