THG-Quote & Biokraftstoffe
Zusammenhang zwischen THG-Quote und Biokraftstoff-Quotenregelung
Veröffentlicht am von THG Quotenportal Team · Aktualisiert am
Zusammenhang zwischen THG-Quote und Biokraftstoff-Quotenregelung und deren gemeinsame Wirkung.
THG-Quote & Biokraftstoffe – Der unterschätzte Preistreiber
Für die deutsche Klimapolitik sind Biokraftstoffe unverzichtbar – ohne sie lässt sich die THG-Quote kaum erfüllen. Doch massive Importe, etwa aus China oder Südamerika, machen sich immer deutlicher bei den THG-Prämien für E-Auto-Halter bemerkbar. Wer diesen Zusammenhang versteht, reagiert schneller und klüger auf die Marktlage.
Was sind Biokraftstoffe und welche Rolle spielen sie?
Hergestellt werden Biokraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Pflanzen, Algen oder Abfällen – fossile Kraftstoffe lassen sich damit teilweise ersetzen. In Deutschland sind sie der entscheidende Hebel, mit dem Mineralölunternehmen die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) erfüllen und Strafzahlungen umgehen.
Beispiel aus der Praxis
An den meisten Tankstellen steckt heute ein Anteil Bioethanol oder Biodiesel im Sprit – kaum eine:r merkt es beim Tanken. Für die Quoten-Statistik macht das aber einen erheblichen Unterschied.
Wie beeinflussen Importe von Biokraftstoffen Ihre THG-Prämie?
Seit einigen Jahren strömen günstige Biokraftstoffe in großen Mengen auf den deutschen Markt – vor allem aus China, Indonesien oder Südamerika. Das Ergebnis ist ein Überangebot an THG-Zertifikaten. Und damit sinken die Preise pro Tonne CO₂ – und mit ihnen die THG-Prämien für E-Auto-Besitzer:innen.
Entwicklung der Prämie
2023 lagen Sofortauszahlungen oft noch bei 300 €, 2025 bekommen Halter:innen häufig weniger als 100 €. Den Preisverfall verursacht direkt der Zertifikatemarkt.
Warum werden Biokraftstoffe importiert?
Nationale und europäische Klimaziele zwingen Deutschland, den Anteil an Biokraftstoffen im Verkehrssektor Jahr für Jahr zu erhöhen. Die heimische Produktion reicht dafür längst nicht aus – also greifen Unternehmen zu Importen. Für sie ist das günstiger, für Ihre THG-Prämie aber von Nachteil.
Politische Debatte und neue EU-Regeln
Die EU will Importe enger kontrollieren, gegen Betrug und Greenwashing vorgehen und Nachhaltigkeitskriterien strenger anwenden. Das Ziel: mehr Transparenz, weniger Marktmanipulation.
Konkrete Folgen für Ihre THG-Prämie
Je mehr THG-Zertifikate am Markt sind – egal ob aus Biokraftstoffimporten oder E-Autos –, desto weniger bringt der Verkauf Ihrer THG-Quote ein. Ihre Prämie hängt also unmittelbar an Importpolitik, Marktpreis und aktueller Nachfrage.
Was können Sie tun?
Nachhaltigkeit und Kontroverse: Wie "grün" sind importierte Biokraftstoffe?
Nicht jeder Biokraftstoff ist gleich nachhaltig. Importierte Ware stammt oft aus Palmöl, Soja oder anderen Rohstoffen, deren Anbau mit Entwaldung, Landraub und sozialen Problemen einhergeht. Die EU steuert mit strengeren Regeln und Kontrollen gegen, um Greenwashing einen Riegel vorzuschieben.
Fazit
Für die Klimapolitik bleiben Biokraftstoffe wichtig. Für E-Auto-Fahrer:innen bedeutet das aber: Die Prämie kann stark schwanken. Wer informiert bleibt und schnell handelt, ist klar im Vorteil.
FAQ: Häufige Fragen zu Biokraftstoffen und THG-Quote
Wie wirken sich Biokraftstoffimporte auf die THG-Prämie aus?
Ein Überangebot durch günstige Importe senkt die Erlöse aus dem Verkauf der Quote – und damit Ihre Prämie.
Warum importiert Deutschland Biokraftstoffe?
Um die gesetzlichen Klimaziele zu erreichen und Strafzahlungen zu vermeiden, kaufen Unternehmen Biokraftstoffe weltweit zu.
Kann ich als E-Autofahrer:in etwas tun?
Ja: Beantragen Sie Ihre Prämie früh, wählen Sie die Sofortauszahlung und behalten Sie die Preisentwicklung im Blick.
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